Mein Name ist Rudolf Jehnes.

Mein Arbeitsfeld liegt seit meiner Lehrzeit im Lebensraum von Tieren. Vor fast 20 Jahren habe ich mich aus Überzeugung beruflich neu orientiert und auf den Caniden spezialisiert. Meine Ausbildung zum Hundetrainer genoss ich im Chiemgau und in der Schweiz. Dort nehme ich bis heute an Seminaren für meine Weiterbildung teil. Nach meiner Ausbildung gründete ich die Hundeschule JEHNES in Hof/Wölbattendorf.

Zu meinem eigenen Leben gehörten schon immer Hunde. Es entspricht wahrscheinlich meiner Natur, dass ich auffälligen Hunden eine Chance an meiner Seite gab. Hunde, die schier nicht zu handeln waren, Hunde, die Zwangsstörungen zeigten und Hunde, die bissen.

Mein Rüde Charly

Meinen Rüden Charly nahm ich mit 12 Wochen auf. Er ist mein unvergessener Lehrmeister. Sein heftiger Biss in meine Hand kam „ohne Warnung“. Charly lehrte mich, meine menschliche Reaktion zu vergessen und „hündisch“ zu reagieren. Dieses Gefühl kann ich nicht beschreiben, aber ich kann es bis heute umsetzen. Glauben Sie mir, das hat mit menschlichem Denken absolut nichts mehr zu tun.

Charly wurde zu meinem Weg.

Mit Charly begann meine Fortbildung und Spezialisierung auf die Erziehung verhaltensauffälliger Hunde. In rund 15 Jahren Tätigkeit als Hundetrainer habe ich bis heute unzählige Hunde im Einzeltraining therapiert und ihre Menschen trainiert. Dazu zählten bspw. aggressive Hunde, die gegen Menschen und Artgenossen gingen, aufsässige Hunde, Tyrannen, und solche, die nicht alleine zuhause bleiben wollten.

Der Biss meines Hundes kam ohne Warnung. Die Zeichen hatte ich nicht erkannt.  - Rudolf Jehnes

Und dann kam REX! Ein Mali-Schäfer-Mix, der so ziemlich alles in sich vereinte, was man bei einem 32-kg-Hund nicht möchte. Allem voran seine Zwangsstörung. Der Hilferuf seiner Halter galt meiner Spezialisierung, ansonsten drohe ihm die Abschiebung ins Tierheim.

Zur Strafe ins Tierheim?!

Vor Ort erfuhr ich die Gründe dafür: Seine Welpen- und Jugendzeit bestand aus einem kleinen Garten, in dem er nur Unmengen an Spielzeug hatte. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als an diesen Spielgeräten seine großartigen Triebe auszuleben. Keine verlockende Alternative konnte ihn von seinem Spielzeug wegbringen. Undenkbar war auch die Gruppenarbeit oder Aufgaben/Führung unter Ablenkung. Rex stand permanent unter Strom, widersetzte sich und war nicht leinenführig.

Rex zog also bei uns ein. Er bekam seine Chance. Das war vor 6 Jahren, im Jahr 2009.

Heute geht Rex bei mir, ohne Leine in Freifolge. Er ignoriert Artgenossen und tritt nicht über die uneingezäunte Grundstücksgrenze. Sein Aufbautraining ist die Fährtenarbeit, Mantrailing  und der Longierzirkel. Rex hat Begrenzung genauso gelernt wie Freiraum. Rex ist mein Freund und Partner.

Bevor ich weiter in Plauderlaune verfalle, möchte ich jeden Leser eher ermutigen, das Leben mit seinem Hund stressfrei und ohne schlechte Kompromisse zu gestalten. Der Leidtragende wird immer der „schwierige“ Hund sein, zu dem er zwangsläufig wird, wenn er nicht konsequent erzogen und kaum in unsere Welt integriert worden ist.

Ich hoffe, wir sehen uns bald!

Ihr Rudolf Jehnes.

 

 

 

Telefon: 09281-701724.


Aufgrund meiner langjährigen Berufspraxis ist meine Zertifizierung im Februar 2016 mit dem Ordnungsamt und dem Veterinäramt abgestimmt.