Mantrailing

Die Personensuche.

Mit voller Kraft legt sich der Bloodhound in sein Geschirr. Die Nase am Boden, mit triefenden Lefzen und vibrierender Atmung spurt er voraus. Nichts kann ihn ablenken von seiner Suche nach diesen einen Menschen…

Die typische Szene beschreibt, wie Mantrailing assoziiert wird. Bekannt ist die professionelle Personensuche aus realen Einsätzen mit Diensthunden und aus Rettungshundestaffeln. Aber auch in Hundesport und Freizeit findet das Mantrailing immer mehr Anhänger.

Es muss nicht immer der Bloodhound sein.

Mantrailing Hundetraining

Jeder gesunde und sozialisierte Hund kann darin trainiert werden. Unterschiede gibt es trotzdem zu berücksichtigen: der Mops oder die Bulldogge können ihre kurzen, aber hervorragenden Nasen genauso einsetzen, nur ist die Ausdauer häufig durch ihre Kurzatmigkeit eingeschränkt.

Eines müssen trailende Hunde alle haben: die Begeisterung für Menschen! Keine Sorge: Spielen mit möglichst vielen Menschen trainiert beinahe jedem Hund diese Begeisterung an. Beim Hund konditioniert man damit den absoluten Willen, Menschen zu finden.

Unsichtbare Spuren identifizieren.

Anders als beim Fährten sucht der Hund als Mantrailer auf einer unsichtbaren Spur nach dem „Abgänger“. Der Individualgeruch des Menschen muss vom Trailer eindeutig identifiziert und aus vielen anderen Gerüchen unterschieden werden, damit er ausschließlich diesem Duftstoff folgt. Kontaminierte Partikel können ausgefallene Haare und Schweiß sein. Bakterien hinterlässt der Gesuchte mit der Zersetzung seiner verlorenen Hautschuppen und Haare. Das Stadium dieser Bakterien entwickelt sich je nach Zersetzungsgrad. Daran unterscheidet der Hund zwischen alter oder frischer Spur, der er naturgemäß bevorzugt folgt.

Hund und Mensch werden gefordert.

An Hund und Halter stellt das Mantrailing hohe Anforderungen. Die artgerechte Auslastung fördert den Hund in seiner Natur und seinen Instinkten. 300 Millionen Sinneszellen senden Informationen an das Gehirn des Hundes zur Analyse, Bewertung und Koordination seiner Motorik. Er lernt dabei in hoher Konzentration die Zusammenarbeit mit seinem Halter. Unsicheren Hunden verhilft das Trailen zu größerem Selbstbewusstsein. Sie lernen Hindernisse zu meistern und werden durch ihren Erfolg (Beute) gestärkt.

Der Mensch ist damit gefordert, seinen Hund anzuleiten, mit ihm Schritt zu halten und nicht in seiner Konzentration zu unterbrechen. Er hält auf dem Trail ständig Kontakt zu seinem angeleinten Hund, auch auf größerer Distanz (Schleppleine). Eine Kommunikation, die dem Halter eine höhere Beobachtungsgabe vermittelt und ihm lernt, seinen Hund besser zu lesen. Das Trailen verleiht Haltern außerdem Einblicke in die immense Geruchswelt seines Hundes, dessen Verhalten er künftig ganz anders werten kann.

In meiner Hundeschule biete ich Mantrailing-Kurse im Freizeitbereich an. Im Vordergrund steht dabei die artgerechte Auslastung und die vernünftige Beschäftigung des Hundes. Für das Mensch-Hund-Team ist die Personensuche eine tolle Möglichkeit, ihre Beziehung zu vertiefen, sich zu vertrauen und eng zusammen zu arbeiten. Wir trailen entspannt und mit Spaß, für die Bindung von Hund und Mensch, ganz ohne Leistungsdruck.

Wollen Sie mitmachen? Rufen Sie mich einfach an für weitere Details: 09281-701724. 

Hier können Sie mehr zu meinen Aktiv-Kurse erfahren:

Agility  Longieren  Fährten

 


Aufgrund meiner langjährigen Berufspraxis ist meine Zertifizierung im Februar 2016 mit dem Ordnungsamt und dem Veterinäramt abgestimmt.